Einzelunterricht

Einzelunterricht

I. Inhalt
Bei diesem Treffen werden folgende Probleme besprochen:

1. Check-Up
Manche wünschen es, ihren Leistungsstand anhand eines Klausurenkurses zu überprüfen. Die Klausuren werden ausführlich und gründlich korrigiert und beim ersten Treffen besprochen. Anschließend wird Bilanz gezogen und der Leistungsstand in den einzelnen Fächern getestet (sog. Check-Up). Anhand von Kontrollfragen und kleineren Fällen wird die Examensreife geprüft. Es geht um die wichtige Frage, wo der Einzelne steht. Bekanntermaßen entspricht die Selbsteinschätzung häufig nicht der Fremdeinschätzung. Daher ist es so wichtig, dass der Leistungsstand – so objektiv wie möglich – so früh wie möglich (und nicht erst im Examen) von einem Außenstehenden getestet wird.
Es geht also in diesem ersten Schritt um folgende Fragen:
– Wo stehe ich?
– In welchen Fächern beherrsche ich den Stoff?
– Wo sind meine Lücken?

2. Aufstellen eines individuellen Lern- und Zeitplans

a) Sortierung des Examensstoffes 

In einem zweiten Schritt wird ein individueller Lern- und Zeitplan aufgestellt. Hier werden wir den Examensstoff sortieren und uns ein Konzept erarbeiten. Wir werden uns der Frage widmen, welche Rechtsgebiete in welcher Reihenfolge wie lange zu lernen bzw. zu wiederholen sind.

b) Richtiges Lernmaterial
Dann werden wir uns damit beschäftigen, mit welchen Materialien die einzelnen Rechtsgebiete zu erarbeiten sind. Die vorhandenen Lernunterlagen werden wir auf die Prüfungsrelevanz durchgehen und veraltete bzw. unwichtige Unterlagen aussortieren. Es werden Literaturtipps gegeben und es wird ein individuelles, d.h. auf den einzelnen Lern- und Lesetyp abgestimmtes Konzept zusammengestellt.

c) Durchsicht der bisherigen Leistungsnachweise und Klausurentraining
Selbstverständlich werden wir auch das Thema Klausurenschreiben besprechen. Zunächst werden wir uns die Ergebnisse der bisher geschriebenen und korrigierten Klausuren ansehen. Anschließend werden wir überlegen, wie viele Klausuren noch in den einzelnen Fächern zu schreiben sind.

d) Richtige Lernzeit und Lernverhalten
Bekanntermaßen hat jeder am Tag ein Leistungshoch und ein Leistungstief. Es ist falsch, wenn man seine beste Lernzeit (Leistungshoch) mit unsinnigen Tätigkeiten vertrödelt und dann versucht, im Leistungstief sein Lernpensum zu erledigen. Daher werden wir auch auf folgende Fragen eingehen:
– Wann habe ich mein Leistungshoch und Leistungstief?
– Wie lange soll ich lernen?
– Freizeitverhalten und Urlaub

3. Stimmt das persönliche Lernumfeld?
Nicht selten sprechen Studenten und Referendare ihre persönlichen Lebensverhältnisse und Probleme an. In einem solchen Fall werden auch private Probleme und Lebensumstände besprochen, da diese ein Grund für Schwierigkeiten in der Ausbildung sein können.

4. Richtiger Examenszeitpunkt
Und schließlich werden wir die entscheidende Frage diskutieren, welcher Examenstermin realistischerweise anzustreben ist. Wir werden ein Fazit ziehen und das weitere Vorgehen präzisieren. Ins Examen „auf gut Glück“ reinzugehen, um „mal zu schauen“, ist gefährlich. Denn in der Zeit bis zur Notenbekanntgabe verlieren auch ambitionierte Studenten erfahrungsgemäß die Motivation. Hierdurch gehen wichtige Monate verloren. Ein schlechtes Abschneiden bzw. Nichtbestehen der Prüfung ist sehr niederschmetternd. Auch von Freischützen wird ein Durchfallen in aller Regel als persönliches Versagen empfunden, von dem sich die wenigsten schnell erholen. Ein Einzeltreffen hilft, den individuell richtigen Examenszeitpunkt zu finden.

II. Warum juristisches Lerntraining & Coaching?

Viele verlieren sich beim Lernen im Detail. Sie können nicht zwischen wichtigem und unwichtigem Lernstoff unterscheiden und konsumieren wahllos alles, was ihnen vom Repetitor und an der Uni vorgegeben wird. Die Folge ist, dass sich zu Hause auf dem Schreibtisch und in den Regalen die Unterlagen kistenweise stapeln. Dieses verzweifelte Hamstern von Lernmaterialien führt dazu, dass man nicht mehr weiß, wo und wie man mit dem Lernen anfangen soll. Als Ausweg und Gewissensberuhigung setzen sich viele Studenten und Referendare in juristische Examenskurse. Eingepfercht mit hunderten anderen jungen Menschen wird die Zeit abgesessen, ohne aktiv am Geschehen teilzunehmen. Der Tischnachbar, vorbeilaufende Passanten, das Handy oder die Nagelmaniküre – alles ist wichtiger als die aktive Teilnahme am Kurs. Nur wenige hören aufmerksam zu und nur einzelne beteiligen sich. Viele sind erst wieder geistesgegenwärtig, wenn es darum geht, die ausgeteilten Unterlagen dankbar in Empfang zu nehmen, um sie eifrig in Ordner abzuheften. Ebenso verbreitet ist das Phänomen, dass Studenten und Referendare lustlos und geistig abwesend über bunten Skripten hängen und diese bunt bemalen. Ich habe es schon oft im Einzelunterricht erlebt, dass ein Student mit felsenfester Überzeugung behauptet, das Problem der gestörten Gesamtschuld beispielsweise noch nie gehört zu haben. Ein Blick von mir in die bunt angemalten Lernunterlagen zeigt dann, dass die Thematik sehr wohl schon „gemacht“ wurde. So lässt es sich erklären, dass erschreckend viele den gleichen Kurs (mit denselben Fällen!) mehrmals buchen bzw. sich die gleichen Skripte jedes Jahr in einer neuen Auflage kaufen und auch, dass erschreckend viele von Termin zu Termin ihr Examen verschieben. Einige Studenten müssen in Folge dessen noch mehr arbeiten, um sich den teuren Lebensunterhalt in einer Stadt wie München finanzieren zu können. Die meisten sehen sich gezwungen, mit Hilfe von Ausreden ihre Eltern um die weitere Finanzierung des Studiums zu bitten. Viele haben das juristische Lernen und Arbeiten nicht gelernt. Es fehlt eine Anleitung zum richtigen Lernen. Hier müssen sich die für die juristische Ausbildung verantwortlichen Personen (Repetitoren und Universitätsdozenten) selbstkritisch fragen, ob sie die richtigen Lernmethoden vermitteln. Nicht wenige profitieren davon, dass diese großen Lernunsicherheiten bestehen. Noch mehr Kurse werden gebucht, noch mehr Bücher und Skripte gekauft. Mit dem Konsum von Kursen und Materialien lassen sich Lernschwierigkeiten nicht beheben.
Erforderlich ist, dass jeder die für sich richtige individuelle Lernmethode findet. Die richtige Lernmethode lässt sich durch den Besuch von Gruppenkursen nicht finden, sondern nur im Einzelgespräch.
Ein solches Einzelgespräch kann selbstverständlich auch per Skype stattfinden.

IV. Kontakt

Wer Interesse an einem Einzeltreffen hat, wendet sich per E-Mail oder telefonisch an:

Rechtsanwältin Vera Laun

E-Mail: jura@veralaun.de
Mobil: 0177 – 71 72 906